Mülltrennung auch bei öffentlichen Abfallgefäßen ermöglichen

Tim Grossegesse und Julius Vorderbrüggen engagieren sich

 „Warum sortiert und trennt man den Müll zuhause, aber darf in öffentliche Mülleimer alles Mögliche reinwerfen?“ – Diese durchaus berechtigte Frage stellten die beiden Schüler Tim Grossegesse und Julius Vorderbrüggen in einer der letzten Fraktionssitzungen der Freien Wählergemeinschaft (FWG) Rietberg.

Im eigenen Haus werde alles ordentlich sortiert, aber getrennte Müllgefäße im öffentlichen Raum, also z.B. auf den Schulhöfen im Stadtgebiet, an der Rathausstraße und in allen Ortsteilen Rietbergs, gebe es nicht. Das wundert die beiden Jugendlichen sehr und sie erinnern sich, dass genau dies ein Antrag aus dem Schülerparlament war, welches im letzten Jahr erstmals erfolgreich in Rietberg durchgeführt wurde. Zahlreiche Schüler hatten 2019 in einer Art Planspiel über mehrere Wochen hinweg Rietberger Parteiorganisationen begleitet, erhielten so einen Einblick in lokalpolitische Arbeit und Themen und entwickelten für eine Schüler-Ratssitzung eigene Anträge mit Wünschen an die politischen Vertreter und die Verwaltung. Julius Vorderbrüggen und Tim Grossegesse besuchen seitdem regelmäßig die offenen Fraktionssitzungen der Freien Wähler und würden gern den einen oder anderen Punkt aus dem Schülerparlament auch weiter vorantreiben. Sie können aber auch erste Erfolge vermelden.

„Einen Trinkbrunnen hat das Rietberger Schulzentrum bekommen“, berichten die beiden. Auch im Bereich von Aufklärung und Weiterführung verschiedener Maßnahmen, die dem Klimaschutz und der Biodiversität dienen, gebe es etwas. Grossegesse und Vorderbrüggen nennen hier die Initiative für einen Bürgerwald, die Bemühungen zur Umwandlung von öffentlichen Grünflächen in insektenfreundliche Wiesen, die Anregungen zur Vermeidung von Schottervorgärten und das Förderpaket, das Klimamanagerin Svenja Schröder auf den Weg gebracht hat, um Bürger in ihrem umwelt- und klimafreundlichen Verhalten zu unterstützen. Genauso wurde in den Gebäuden des Schulzentrums bereits für Mülltrennung gesorgt. Dieses Konzept soll, nach Wunsch der beiden Jugendlichen, auf das ganze Stadtgebiet angewendet werden.

Die beiden Jugendlichen wünschen sich Müllgefäße an Straßen und auf Plätzen in denen man den Müll trennen kann, nach Restmüll, Plastik- und Papiermüll sowie Glas und Plastik. Dass anscheinend auch der Wunsch besteht, an bestimmten Stellen Zigarettenkippen sachgerecht zu entsorgen, zeigte sich bei einer Stippvisite im Stadtgebiet. Dort entdeckten die beiden jungen Aktiven im Bereich des Südtors an der Rathausstraße einen selbstgebastelten Kippen-Mülleimer.

Ihr Vorschlag: Wenn die Rathausstraße im Zuge des Ideenwettbewerbs, der momentan läuft, umgestaltet werde, dann sollte auch darauf geachtet werden, eine Mülltrennung in passenden Mülleimern zu gewährleisten. Und wenn im gesamten Stadtgebiet Mülleimer neu aufgestellt oder ersetzt werden müssen, dann sollten gleich solche genommen, werden, bei denen sich der Müll trennen lässt.

An Rietbergs Klimamanagerin haben die beiden ihren Wunsch schon gerichtet und die Freien Wähler wollen darauf achten, dass bei Neuausschreibungen die Stadt Rietberg künftig möglichst getrennte Müllgefäße aufstellt.