Kosten für Abwasser sinken in 2020

Erfreuliche Bilanz des Betriebsausschusses

Rietberg. In der letzten Sitzung des Betriebsausschusses in diesem Jahr, der am vergangenen Donnerstag stattfand, standen die Gebüh­ren für die Abwasserbeseitigung für das nächste Jahr auf der Tagesordnung. „Für die Bürgerinnen und Bürger in Rietberg gibt es gute Nachrichten“, sagte Betriebsausschussvorsitzender und FWG-Ratsmitglied Engelbert Ottemeier. „Die Kosten für die Einleitung von Schmutzwasser sinken um 0,15 Cent auf 2,45 Euro pro Kubikmeter im kommenden Jahr. Das Entleeren von Ab­wasser aus abflusslosen Gruben wird mit 33,10 Euro pro Kubikmeter gegenüber 35,60 Euro im Jahr 2019 sogar günstiger.“ Dagegen bleiben die Regenwassergebühren auch in 2020 konstant bei 0,32 je Quadratmeter.

Die Mitglieder des Betriebsausschusses befassten sich ebenfalls mit dem Wirtschaftsplan des Abwasserbetriebs für 2020. Dieser besteht aus dem Erfolgsplan, dem Vermögensplan inklusive Investitionsprogramm sowie einer Stellenübersicht. Laut der Erfolgsbilanz erwartet der Abwasserbetrieb im kommenden Jahr Gesamterträge in Höhe von 5.945.100 Euro. Dem stehen Aufwendungen von 4.905.100 Euro gegenüber. „Das angestrebte Jahresergebnis beläuft sich also auf 1.040.000,00 Euro“, so Ottemeier. „Das ist ein hoher Wert, der das geplante Ergebnis von 2019 in Höhe von 950.000 Euro noch einmal übersteigt und im Ideal­fall am Ende der Abrechnungsperiode als Eigenkapitalverzinsung dem Haushalt der Stadt zugute kommt.“ Das Investitionsprogramm weist 1,70 Millionen Euro an Eigenmitteln für die 2020 geplanten Baumaßnahmen aus und verzeichnet insgesamt 22 größere Einzelmaßnahmen, vorwiegend an Schmutzwasser- und Regenwasserkanälen.

Schließlich informierte die Geschäftsführerin Jana Brauer vom Fachbüro OWL Umweltanalytik aus Leopoldshöhe über die Ursachen der hohen Schadstoffbelastungen durch Kupfer im Rietberger Klärschlamm. Hier sind die Kosten in den letzten Jahren trotz zurückgehender Klärschlammmengen angestiegen. „Grund sind die Grenzwertüberschreitungen bei Kupfer, für die trotz Labor­untersuchungen keine Erklärung gefunden worden ist“, erklärte Ottemeier.