Ortsvorsteher Kofort handelt: Erster Bürgerwald wird in Druffel wachsen

Druffeler spenden und pflanzen 30 Eichen am Sportplatz

Druffels Ortsvorsteher Thomas Kofort ist ein Mann der Tat. Während andere noch diskutieren, handelt er. Und dass er sich auf seine Druffeler verlassen kann, wenn es darum geht, schnell und unproblematisch etwas zu realisieren, dass weiß der langjährige FWG-Ratsherr ganz genau. Und so hat er flugs den ersten kleinen Bürgerwald Rietbergs kleinstem Ortsteil realisiert.

Thomas Kofort und Heike Bennink freuen sich auf den Druffeler Bürgerwald, für den im Abstand von acht Metern bereits die Standorte markiert sind. Foto: Stadt Rietberg

„Als ich von der Idee der Errichtung eines Bürgerwaldes hörte, fiel mir ein, dass wir neben dem Sportplatz noch eine tiefe Wiese haben, die nicht für den Sport genutzt werden kann“, erzählt Kofort. Der Vorstand des Sportvereins fand die Idee super, dass dort Bäume gepflanzt werden könnten und unterstützte den Vorstoß ihres Ortsvorstehers. „Ich habe dann den Kontakt zur Stadtverwaltung gesucht und dort den Vorschlag unterbreitet“, schildert Kofort weiter. Nachdem die Preise für die Bäume eingeholt worden waren, machte sich Kofort gemeinsam mit seinem Schwiegervater daran, kleine Schilder zu entwerfen, die an die Bäume geheftet werden können und so zeigen, wer den Baum gestiftet hat. Das ganze Konzept stellte der passionierte Schütze Kofort dann in der Generalversammlung des Druffeler Schützenvereins vor. „Dort habe ich gleich 20 Bäume an den Mann gebracht“, so Kofort. Und in den Tagen danach stand das Telefon bei Koforts nicht still. Die Nachfrage potenzieller Baumsponsoren überstieg die Zahl der möglichen Pflanzungen. Bezugnehmend auf das Wappen des Ortes will die Dorfgemeinschaft 30 Eichen pflanzen. Die Kosten pro Baum belaufen sich auf 100 Euro.

In einer Pressemitteilung der Stadt Rietberg heißt es dazu: Das ist der Sinn hinter einem Bürgerwald – dass Bürger die Patenschaft für einen Baum übernehmen, der dann in einer konzertierten Aktion an einer vorbereiteten Stelle gepflanzt wird. Die anschließende Pflege allerdings teilen sich Dorfgemeinschaft und Stadtverwaltung. Die 2000 Quadratmeter große städtische Fläche gleich neben dem Sportplatz ist bereits ausgemessen und die Standorte sind markiert. „Wir sind froh über jeden Baum, der gepflanzt wird“, sagt Heike Bennink erfreut, die auch mit der Auswahl der Bäume einverstanden ist. Die Abteilungsleiterin Öffentliches Grün bereitet gerade ein Konzept für einen weiteren Bürgerwald in Rietberg vor. Denn auf einer Fläche am Friedhof am Franziskusweg in Rietberg soll ebenfalls ein solcher Wald entstehen. Die Fläche am Friedhof wird Platz für etwa 45 Bäume haben und soll in einer der nächsten Sitzungen des Ausschusses für Umwelt- und Klimaschutz vorgestellt werden.