Die FWG zum Thema “Stadtwerke”

Im Dezember 2016, hat der Rat der Stadt Rietberg mehrheitlich beschlossen, dass die Stadt die Versorgung ihrer Bürger mit Strom- Gas und Telekommunikationsdiensten künftig selbst übernehmen soll – ähnlich, wie es in Rietberg 2014 schon einmal geplant war, aber durch die damals noch existierende absolute Mehrheit von CDU und FDP verhindert wurde. Für eine Gründung von kommunalen, eigenen Stadtwerken gibt es viele gute und überzeugende Argumente. Zum Beispiel dieses: Die Überschüsse, die beim Verkauf von Energie erzielt werden, bleiben im Ort, fließen in kommunale Einrichtungen und können bedarfsgerecht verwendet werden. Auf diesen erfolgreichen Weg haben sich bereits mehr als 1.000 Kommunen in Deutschland gemacht. Dass eine eigene Vertriebsstruktur funktioniert und profitabel ist, zeigen uns auch unsere Nachbarstädte. Alle Kommunen im Kreis Gütersloh – bis auf das kleine Borgholzhausen – sind mit eigenen Stadtwerkstrukturen unterwegs.

Um sich künftig gut am Markt positionieren zu können, wird Rietberg sich einen leistungsstarken Stadtwerkepartner im Rahmen eines europaweiten Teilnahmewettbewerbs suchen. Ein Energieunternehmen, das sich bewirbt, muss zeigen, dass es wirtschaftlich und ökologisch bestens aufgestellt ist und muss bereit sein, mit uns partnerschaftlich zu arbeiten. Denn Rietberg soll in der noch zu gründenden Stadtwerkegesellschaft die Mehrheitsanteile haben.
Mit unserer Nachbargemeinde Langenberg haben wir uns außerdem einen zusätzlichen kommunalen Partner ins Boot geholt. Das hat viele Vorteile: Wir bilden eine interkommunale Zusammenarbeit, schaffen mehr Kundenpotenziale, vergrößern unser Geschäftsgebiet, teilen das Risiko und haben im Verhältnis geringere Betriebskosten.
Und was macht die CDU? – Sie lehnt nicht nur die Gründung eigener Stadtwerke ab, sondern verweigert die interkommunale Zusammenarbeit mit Langenberg und arbeitet nachweislich mit Falschaussagen. Sie behauptet, dass ein Vertrieb allein keine Gewinne abwerfen würde. Und mehr noch: Die CDU behauptet, dass Bürgermeister Sunder dieses selber vor drei Jahren gesagt habe. Das ist nicht richtig und lässt sich in den Protokollen damaliger politischer Sitzungen nachlesen!
Wir glauben an unsere Energie für unsere Stadt! Nur so schaffen wir eine kommunale Wertschöpfung, können Einfluss auf die Preisgestaltung von Energie nehmen und unsere umwelt- und klimapolitischen Ziele aktiv verfolgen. Kommunale Stadtwerke sind kein anonymes Unternehmen, sondern haben ihre Ansprechpartner vor Ort und investieren ihre Gewinne vor Ort.
Darauf setzen wir! Für Rietberg!

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